Sie machen Neukölln

16. Mai 2008

Recht hat er, auch auf meinem Server liegen Bilder der vergangenen Wochen. Neukölln. Am 12.04 war ein guter Tag zum fotografieren und ich musste auch gar nicht lange suchen, da fiel mir eine kleine orange, wuselnde Gruppe auf. “Konrad + Kids” von der Konrad-Agahd-Grundschule (www.agahd.de) hat sich in den Kopf gesetzt, die Straßen in ihrem Kiez zu säubern. Schüler, Lehrer, Freiwillige (auch von der BSR) und sogar die Polizei hat mitgeholfen. Den Kindern hat´s Spaß gemacht und sie spielen auch viel lieber mit ihrem Fußball auf der Straße, wenn diese nicht mit Müll gepflastert ist…

  

long time no see.

14. Mai 2008

und deswegen gibts hier auch wieder etwas auf die augen. meinen fotorundgang von anfang märz. es ist doch immer wieder erstaunlich wie schnelllebig neukölln ist. eben noch auf großer straße zwei jungs hinterher fotografiert, ist man 50meter weiter schon in einem dieser nicht klein zu kriegenden rollheimerdörfer, die es ja vereinzelt immer noch gibt. ähm…was ich sagen wollte: tolle briefkästen haben die. genau.

frank ist anfang 40…

6. März 2008

…und lebt in neukölln. ich traf ihn am letzten freitag, als ich mental schon auf meine heimreise vorbereitet war. es war viel los an diesem tag. senioren hüteten ihre parkbänke, männer schraubten an autos und bei “humana” hatte der ausverkauf zum gnadenlosen schnäppchenkampf geblasen. frank kam auf mich zu, als ich gerade vor einem antiquitätenladen stand, dessen besitzer kürzlich verstorben war. “die haben sich doch totgesoffen. den ganzen langen tag saßen die draußen vor dem laden mit der pulle in der hand. kein wunder ist das!” frank stellte sich vor und ich schüttelte ihm die hand, die er dankend entgegennahm und nur ungern wieder losließ. “man muss aufpassen in diesen straßen. der alkohol lauert überall. und ehe du dich versiehst, hängst auch du an der flasche.” zum schluss lud er mich ein, ihn vor dem laden zu fotografieren. er hatte sichtlich freude daran und ich fand es eine gar tragische ironie. ich erzählte ihm vom blog und möchte nicht vergessen, von ihm zu grüssen.

Eine Bootspartie ist lustig

28. Februar 2008

Am vergangenen Sonntag war ich bei wahnsinnig schönem Wetter (es ist immerhin Februar) mit Christoph im Neuköllner Reuter-Kiez unterwegs. Zu Beginn haben wir das unverschämt günstige Brunchangebot im Café Rix getestet. Ich kann es nur weiterempfehlen, obwohl diesmal ohne Kurt Krömer. Im Anschluss haben wir uns zwischen Sonnenallee und Maybachufer rumgedrückt. Hier findet man ein ganz anderes Gesicht des so genannten Problembezirks: Urige Kneipen und kleine, gemütliche Cafés (ich klebte an der Scheibe vom Kulturverein Kinski e.V., doch leider war geschlossen). Menschen, die ewig auf der Straße in der Sonne stehen, dir im Vorbeigehen ein Lächeln schenken. Eine Frau, die ihren Hündin (hieß sie Paula?) extra für uns und ein Bild nochmals zurückgepfiffen hat. Verkehrsarme Nebenstraßen, auf denen Kinder spielen, Jogger das gesamte Maybachufer entlang. Ein türkisches Pärchen beim Füttern von Schwänen. Hier muss ich nochmal hin, nur vielleicht nicht an einem Sonntag. 

 

Aller Anfang…

27. Februar 2008

… ist hier. Denn dies ist der erste Post auf dem Vielfaltblog.

Wir, drei Designstudenten sind auf Fotosafari unterwegs durch Berlin/Neukölln und werden hier im Blog ab diesem Wochenende unsere Bilder, unsere Eindrücke und Erfahrungen posten.

Wir möchten das Leben in Neukölln fotografieren, seinen Charme, seine Probleme, seine Lösungsansätze, seine Kreativität und sein Elend, sein Neues und Altes entdecken.

Unser Ziel sind Postkartenmotive und Plakate die all das in sich tragen.

Wir freuen uns über jeden Leser, über euer Feedback per Mail, oder wenn ihr über die Kommentare hier mitmischt.

Hier die Bilder, die wir letztes Jahr geschossen haben, und die uns auf diese Idee - und dann zu diesem Projekt gebracht haben: